lab30
Stadt Augsburg
 
 
 


lab award

 

Der lab award 2010 geht an Jasper Diekamp mit »Monologue of two machines«.
Die neu formierte lab award Jury mit den ausgewiesenen MedienkunstexpertInnen Juliane Stiegele (Augsburg), Mihaela Vasile (Bukarest), Christian Börsing (Düsseldorf), KP Ludwig John (Augsburg) und Thomas Elsen (Augsburg) kam nach zahlreichen Ausstellungsrundgängen und intensiver Diskussion zu der einstimmig gefällten Entscheidung. Das rUteil: »Der Installation glückt in ihrer genial einfachen, retro-futuristisch ausgerichteten Wirkung die Umsetzung künstlerisch ambitionierter, interaktiver Performanz und die dialogische Kommunikation mit dem Betrachter. Ein sehr direkter, nahezu demokratisch-partizipativer Zugang, der ohne Verrätselung und technische Effekthascherei auskommt, sorgt beim Betrachter für schnelles Begreifen der künstlerischen Aussage. Die Arbeit lässt durch ihre spielerisch leichte Konstruktion, die assoziierbaren menschlichen Züge und durch die minimalistische Strenge den hohen technischen Standard in den Hintergrund treten und schafft so ein sehr überzeugendes Gleichgewicht zwischen Interaktion, Materialperformanz und betrachtendem Publikum.«

Der lab award zeichnet jedes Jahr außergewöhnlich kreative und erfindungsreiche künstlerische Leistungen aus. Mit dem Preisgeld von 1000 Euro, gestiftet vom Kulturamt der Stadt Augsburg, sollen interdisziplinäre, genreübergreifende Arbeiten, Grenzüberschreitungen und Experimente gefördert werden.
In den Vorjahren ging der lab award an Bettina Krugsperger und Roland Mylog für Schalljahre² (2008), 2007 erhielt die Berlinerin Jana Linke die Trophäe für ihre Installation »Click and Glue« - ein sich selbst einsperrendes System. 2009 wurde der lab award erstmals geteilt: Miriam Rockels Typografieprojekt »No hidden message« wurde ebenso ausgezeichnet wie Michael Fitz' begehbare Installation »Streichlicht«.